Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 5. Mai 2026. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für sämtliche Verträge zwischen Studio Apps Sp. z o.o. (im Folgenden „Anbieter“) und Kundinnen und Kunden über die auf apartmentsite.at angebotenen Leistungen. Sondervorschriften für Verbraucher (§ 1 KSchG / § 13 BGB) sind in § 13 dieser AGB zusammengefasst und gehen den allgemeinen Bestimmungen vor.
§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner, Definitionen
(1) Anbieter ist Studio Apps Sp. z o.o., ul. Warszawska 40, lok. 2A, 40-008 Katowice, Polen, KRS 0001226501. Studio Apps betreibt neben apartmentsite weitere Projekte — eine Übersicht finden Sie unter www.studioapps.pl.
(2) Kunde ist die natürliche oder juristische Person, die mit dem Anbieter einen Vertrag über eine der angebotenen Leistungen abschließt. Unternehmer im Sinne dieser AGB ist eine Person, die in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 1 KSchG / § 14 BGB). Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 1 KSchG / § 13 BGB).
(3) „Demo“ bezeichnet einen unverbindlichen, vor Vertragsschluss kostenfrei bereitgestellten Website-Entwurf. „Abonnement“ bezeichnet die auf apartmentsite.at/at/preise beschriebene laufende Leistung; „Add-on“ bezeichnet zusätzlich buchbare Leistungen (weitere Marken, Gastgeber-Verwaltung, KI-Pakete).
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Bestandteil des Vertrags, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Leistungsumfang
(1) Der Anbieter stellt Vermieterinnen und Vermietern von Kurzzeitapartments eine Buchungswebsite samt Verwaltungspanel im Abonnement bereit. Ab dem ersten Apartment enthalten sind: eigene Domain, Online-Zahlungen der Gäste, Kalender-Synchronisation (iCal) mit Airbnb und Booking, mehrsprachige Darstellung, Verwaltungspanel, Hosting, Updates und automatische Rechnungen.
(2) Optionale Zusatzleistungen (weitere Marken, Gastgeber-/Eigentümerverwaltung, KI-Pakete) werden gemäß Preisliste gesondert berechnet. Hosting ist im Abonnement enthalten (§ 9).
(3) Der Anbieter ist berechtigt, Leistungen durch qualifizierte Dritte erbringen zu lassen.
(4) Alle Pakete enthalten den Zugriff auf das Style-Atelier — einen interaktiven Farb-Editor mit 30 vorgefertigten Farbversionen, vollständigem Editor (Farbtokens, H/L-Schieber, HEX-Eingabe) sowie der Möglichkeit, ein eigenes Logo (PNG, SVG, JPG bis 200 KB) zu laden. Versionsdefinitionen und hochgeladene Logos werden ausschließlich im LocalStorage des Browsers des Kunden gespeichert; der Anbieter legt keine Kopie auf seinen Servern an und kann ohne Mitwirkung des Kunden nicht auf diese Daten zugreifen.
§ 3 Free Demo, Mitwirkung des Kunden, Lizenzeinräumung
(1) Nach Eingang des ausgefüllten Kontaktformulars erstellt der Anbieter unverbindlich und kostenfrei einen Website-Entwurf („Demo“) auf einer nicht-öffentlichen, nicht indizierten Test-URL. Die Lieferzeit des Demos ergibt sich aus dem im Angebot genannten Termin (typisch 48-72 Stunden).
(2) Mit Übermittlung der Inserats-Links versichert der Kunde, dass er Inhaber der erforderlichen Nutzungsrechte an den auf der Plattform (Airbnb, Booking, eigene Website) veröffentlichten Inhalten und Fotografien ist oder über entsprechende Lizenzen verfügt.
(3) Der Kunde räumt dem Anbieter eine unentgeltliche, räumlich unbeschränkte, zeitlich auf die Demo-Phase und — bei Vertragsabschluss — auf die Vertragsdauer beschränkte, nicht-exklusive Lizenz an diesen Inhalten ein, ausschließlich zur Erstellung des Demos und der finalen Website. Eine Weitergabe an unbeteiligte Dritte erfolgt nicht.
(4) Erfolgt innerhalb von 14 Tagen ab Bereitstellung des Demos keine Bestellung, löscht der Anbieter den Demo-Stand vollständig. Der Kunde erwirbt am Demo keine Nutzungsrechte; ein Anspruch auf Herausgabe von Quellcode, Design oder Konzept besteht nicht.
(5) Verletzt der Kunde Pflichten nach Abs. 2, stellt er den Anbieter von Ansprüchen Dritter (insbesondere des Urhebers oder der Plattform) frei. Diese Freistellung gilt nicht für Verbraucher, soweit zwingendes Recht entgegensteht.
§ 4 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Pakete und Add-ons auf apartmentsite.at stellt kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar.
(2) Der Kunde gibt sein Angebot ab, indem er nach Erhalt des Demos eine schriftliche Bestellung (E-Mail genügt) unter Bezeichnung des gewünschten Pakets und der Add-ons an den Anbieter richtet. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter die Bestellung schriftlich bestätigt oder mit der Leistungserbringung beginnt.
(3) Bei Bestellungen über einen späteren Online-Checkout (sobald aktiviert) wird ein verbindliches Angebot des Kunden erst durch Anklicken eines Bestell-Buttons abgegeben, der bei Verbraucherverträgen ausdrücklich mit „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer entsprechend eindeutigen Formulierung beschriftet ist (§ 8 Abs. 2 FAGG / § 312j Abs. 3 BGB).
(4) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert und dem Kunden nach Vertragsschluss per E-Mail übermittelt. Der Vertrag wird in deutscher Sprache geschlossen.
§ 5 Abrechnungszeiträume
(1) Das Abonnement kann monatlich oder jährlich abgerechnet werden. Bei jährlicher Vorauszahlung gewährt der Anbieter einen Rabatt von rund zwei Monatsbeiträgen (etwa 17 %).
(2) Der Tarif richtet sich nach der Anzahl der verwalteten Apartments und ist auf apartmentsite.at/at/preise dauerhaft öffentlich einsehbar.
(3) Optionale Zusatzleistungen (weitere Marken, Gastgeber-Verwaltung, KI-Pakete) werden gemäß Preisliste gesondert berechnet.
§ 6 Preise, Abrechnung, Zahlung
(1) Es gelten die auf apartmentsite.at/at/preise ausgewiesenen Preise (ab 49 EUR pro Monat für ein Apartment, mit degressivem Tarif für weitere Apartments). Studio Apps ist umsatzsteuerbefreit; die angegebenen Preise sind Endpreise ohne Umsatzsteuer. Nach Überschreiten der gesetzlichen Schwellenwerte erfolgt die umsatzsteuerliche Registrierung; diese AGB und die Preise werden dann angepasst.
(2) Das Abonnement wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und verlängert sich automatisch um den gewählten Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich). Der Kunde kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen — mit einem Klick im Panel (Online-Kündigung). Es gilt keine Mindestlaufzeit.
(3) Die Zahlung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum über den Zahlungsdienstleister Stripe. Die erste Zahlung kann eine zusätzliche Authentifizierung (3-D Secure) erfordern; weitere Zahlungen werden automatisch von dem hinterlegten Zahlungsmittel eingezogen.
(4) Schlägt eine Zahlung fehl, wiederholt der Anbieter den Einzug und erinnert den Kunden innerhalb von 14 Tagen; nach erfolglosem Ablauf dieser Frist kann die Leistung ausgesetzt werden.
(5) Bei Kündigung während eines bereits bezahlten Abrechnungszeitraums wird die Leistung bis zum Ende dieses Zeitraums erbracht; eine anteilige Rückerstattung erfolgt nicht.
§ 7 Lieferzeit, höhere Gewalt
(1) Die Lieferzeit ergibt sich aus der jeweiligen Paketbeschreibung bzw. dem konkreten Angebot. Sie ist ein Zielwert; verbindliche Termine bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung.
(2) Voraussetzung für die Einhaltung der Lieferzeit ist, dass der Kunde alle für die Erstellung notwendigen Inhalte rechtzeitig bereitstellt (§ 3 Abs. 2). Verzögert sich die Lieferung aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, verlängert sich die Lieferzeit angemessen.
(3) Bei höherer Gewalt — insbesondere Cyberangriffen auf wesentliche Subprocessoren, flächendeckenden Ausfällen von Hosting- oder Plattform-Infrastruktur, behördlichen Anordnungen — ist der Anbieter für die Dauer des Hindernisses von der Leistungspflicht befreit. Lieferfristen verlängern sich entsprechend.
§ 8 Live-Demo-Version vor Vertragsabschluss
(1) Vor Vertragsabschluss erhält der Kunde innerhalb von 48 Stunden nach Eingang der vollständigen Inserats-Links eine Live-Demo-Version unter einer Test-Adresse. Erst nach Annahme der Demo durch den Kunden kommt der entgeltliche Vertrag über die finale Website zustande.
(2) Über das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher (§ 13) hinaus gewährt der Anbieter eine 30-tägige Zufriedenheitsgarantie: Innerhalb von 30 Tagen ab Aktivierung des Abonnements kann der Kunde kündigen und erhält den gesamten bereits gezahlten Betrag zurück — bei Jahreszahlung also den vollen Jahresbetrag. Gesetzliche Gewährleistungsrechte sowie das Widerrufsrecht bleiben unberührt.
(3) Aktiviert der Kunde nach Ablauf der 14-tägigen kostenlosen Testphase kein Abonnement, wird die Website stillgelegt; die Daten werden nach 90 Tagen gelöscht.
§ 9 Hosting
(1) Hosting, Updates und Sicherheit sind im Abonnement enthalten. Es fällt kein gesondertes Hosting-Entgelt an und es wird kein separater Hosting-Vertrag geschlossen.
(2) Die Kündigung des Abonnements (§ 6 Abs. 2) beendet zugleich das Hosting; sie erfolgt jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums über das Panel oder per E-Mail an info@apartmentsite.at.
(3) Nach Wirksamwerden der Kündigung stellt der Anbieter ein Export-Paket der Website (Quellcode, statische Inhalte, Datenbank-Dump für eigene Buchungsanfragen) bereit. Die Bereitstellung erfolgt innerhalb von 14 Tagen.
(4) Verfügbarkeitsziel: 99,5 % p. a. (gemessen am Monat). Geplante Wartungsfenster außerhalb der Hauptnutzungszeit werden mindestens 24 Stunden vorher angekündigt und zählen nicht in die Berechnung.
§ 10 Nutzungsrechte am gelieferten Code und Design
(1) Mit Aktivierung des Abonnements (erster Abonnementzahlung) erhält der Kunde das räumlich und zeitlich unbeschränkte, nicht-ausschließliche Nutzungsrecht am individualisierten Code und Design der gelieferten Website. Das Nutzungsrecht am gemäß § 9 übergebenen Export bleibt auch nach Beendigung des Abonnements bestehen.
(2) Vom Nutzungsrechtsübergang ausgenommen sind:
- das Template-System des Anbieters (Next.js-Templates, Tailwind-Konfiguration, Shared Components), an dem der Kunde keine eigenen Rechte erwirbt;
- Open-Source-Bibliotheken Dritter, die unter ihren jeweiligen Lizenzen genutzt werden;
- Inhalte und Materialien, die der Kunde dem Anbieter zur Verfügung gestellt hat und an denen der Kunde ohnehin Rechte hält.
(3) Der Quellcode wird auf Anfrage in Form eines Git-Repositories oder ZIP-Archivs übergeben. Eine Verpflichtung zur Wartung übergebenen Codes durch den Anbieter besteht nicht; das Hosting-Modul (§ 9) bleibt davon unberührt.
(4) Vor der ersten Abonnementzahlung — insbesondere während der kostenlosen Testphase — verbleiben sämtliche Rechte am Demo und am gelieferten Stand beim Anbieter. Eine Nutzung des gelieferten Codes oder Designs ohne aktives Abonnement ist unzulässig und verpflichtet zum Schadensersatz in Höhe von zwölf Monatsentgelten des zuletzt vereinbarten Abonnements.
§ 11 Daten der Endnutzer (Buchungsformular) — Auftragsverarbeitung
(1) Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten von Endnutzern (Buchungsanfragen) verarbeitet, schließen die Parteien eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO ab. Die Standardvereinbarung des Anbieters ist auf apartmentsite.at/at/dpa abrufbar und gilt mit Vertragsschluss als vereinbart.
(2) Der Kunde ist Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO für die Buchungsanfragen seiner Website-Besucher und stellt sicher, dass seine eigene Datenschutzerklärung diese Verarbeitung beschreibt.
(3) Auf Wunsch stellt der Anbieter dem Kunden ein Muster für die Datenschutzerklärung der Buchungswebsite zur Verfügung.
§ 12 Referenznutzung (Portfolio)
(1) Die vom Anbieter erstellte Website ist öffentlich zugänglich. Als Bestandteil des Leistungsmodells ist der Anbieter berechtigt, die fertiggestellte Website des Kunden — einschließlich Screenshot und Verlinkung — sowie den Kunden namentlich (Firma, Stadt, Branche „Kurzzeitvermietung“) als Referenz in den „Realisierungen“ auf seiner Website, in Präsentationen und in sozialen Medien zu nennen und zu zeigen.
(2) Der Kunde kann der Referenznutzung jederzeit in Textform (z. B. E-Mail an privacy@apartmentsite.at) widersprechen. Der Anbieter entfernt die Referenz nach einem Widerspruch innerhalb von 30 Tagen aus den von ihm kontrollierten Materialien. Bereits an Dritte übermittelte oder in sozialen Medien geteilte Materialien bleiben vom Widerspruch unberührt; eine Pflicht zur Rückführung besteht nicht.
(3) Eine weitergehende Nutzung (eigene Fotos des Kunden, die nicht Teil der Website sind, ausführliche Case Study) erfolgt nur mit gesonderter Einwilligung des Kunden.
(4) Soweit mit der Referenznutzung eine Verarbeitung personenbezogener Daten verbunden ist, erfolgt diese auf Grundlage des berechtigten Interesses des Anbieters an der Darstellung seiner Arbeitsergebnisse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO); das Widerspruchsrecht nach Abs. 2 entspricht Art. 21 DSGVO.
§ 13 Sondervorschriften für Verbraucher
Die folgenden Bestimmungen gelten ergänzend bzw. abweichend, wenn der Kunde Verbraucher im Sinne von § 1 KSchG / § 13 BGB ist. Sie gehen den allgemeinen Bestimmungen vor.
(1) Widerrufsrecht. Verbraucher haben ein 14-tägiges Widerrufsrecht nach § 11 FAGG (Österreich) bzw. § 312g iVm § 355 BGB (Deutschland). Die Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung nebst Muster-Widerrufsformular.
(2) Vorzeitiges Erlöschen. Beginnt der Anbieter mit ausdrücklicher Zustimmung des Verbrauchers vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Erstellung der Website und bestätigt der Verbraucher seine Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts bei vollständiger Vertragserfüllung, erlischt das Widerrufsrecht mit vollständiger Erbringung der Leistung (§ 18 FAGG / § 356 Abs. 4 BGB).
(3) Wert-Ersatz bei Widerruf während der Leistungserbringung. Hat der Verbraucher die Erbringung der Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist verlangt und macht er anschließend wirksam Gebrauch von seinem Widerrufsrecht, hat er einen verhältnismäßigen Wertersatz für die bis zur Widerrufserklärung erbrachten Leistungen zu zahlen (§ 16 FAGG / § 357 Abs. 8 BGB).
(4) Anwendbares Recht und Gerichtsstand für Verbraucher. Es gilt das Recht des Mitgliedstaats, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO). Verbraucher können den Anbieter ausschließlich an ihrem allgemeinen Gerichtsstand verklagen und werden vom Anbieter ausschließlich dort verklagt (Art. 18 Brüssel-Ia-VO / § 14 KSchG).
(5) Bestell-Button. Bei kostenpflichtigen Bestellungen über einen Online-Checkout wird der Bestell-Button mit „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer entsprechend eindeutigen Formulierung gekennzeichnet (§ 8 FAGG / § 312j Abs. 3 BGB).
(6) Gewährleistung. Die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften des Wohnsitzstaats des Verbrauchers gelten unverändert; sie werden durch diese AGB nicht eingeschränkt.
(7) Streitbeilegung. Die frühere EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) wurde im Juli 2025 eingestellt. Wir sind weder bereit noch verpflichtet, an Verbraucherschlichtungsverfahren teilzunehmen.
§ 14 Gewährleistung
(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Bei Mängeln hat der Anbieter zunächst das Recht zur Nacherfüllung (Verbesserung oder Austausch).
(2) Mängel sind binnen angemessener Frist nach Entdeckung schriftlich zu rügen. Gegenüber Unternehmern gilt zusätzlich § 377 UGB (Untersuchungs- und Rügepflicht).
§ 15 Haftungsbeschränkung
(1) Gegenüber Unternehmern haftet der Anbieter unbeschränkt nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet er nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); die Haftung ist der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens auf das Auftragsvolumen.
(2) Die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt. Gegenüber Verbrauchern bleiben zwingende gesetzliche Haftungsregelungen unberührt.
(3) Eine Haftung für Datenverlust besteht nur insoweit, als dem Kunden bei ordnungsgemäßer Datensicherung trotzdem ein Schaden entsteht.
§ 16 Vertraulichkeit
(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsdurchführung bekanntgewordenen, als vertraulich gekennzeichneten oder erkennbar vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nur für Vertragszwecke zu verwenden. Diese Verpflichtung gilt für 3 Jahre nach Vertragsende fort.
(2) Ausgenommen sind Informationen, die allgemein bekannt sind, dem Empfänger vor Mitteilung bekannt waren oder von Dritten rechtmäßig erlangt wurden.
§ 17 AGB-Änderungen
(1) Der Anbieter kann diese AGB ändern, soweit die Änderung erforderlich ist, um eine Lücke zu schließen, neuen rechtlichen oder technischen Anforderungen nachzukommen oder Leistungen anzupassen, ohne dass der Kunde unangemessen benachteiligt wird.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Hierauf wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
(3) Bei wesentlichen Änderungen der Hauptleistungspflichten haben Verbraucher das Recht, den Vertrag fristlos zu kündigen.
§ 18 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Auf den Vertrag findet das Recht der Republik Polen unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) Anwendung. Diese Rechtswahl gilt nur, soweit dem Kunden hierdurch nicht der Schutz zwingender Verbraucherschutzvorschriften seines gewöhnlichen Aufenthaltslands entzogen wird (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO; vgl. § 13 Abs. 4 dieser AGB).
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag ist der Sitz des Anbieters in Katowice, sofern der Kunde Unternehmer im Sinne von § 14 BGB / § 1 Abs. 1 Z 1 KSchG ist.
(3) Für Verbraucher gilt § 13 Abs. 4 dieser AGB.
(4) Die frühere EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung (Art. 14 ODR-VO) wurde im Juli 2025 eingestellt; eine Teilnahme an Online-Streitbeilegungsverfahren erfolgt nicht.
§ 19 Schlussbestimmungen
(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hierdurch nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung; gegenüber Unternehmern ist eine wirksame Regelung zu vereinbaren, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
(2) Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform.